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Albaumdental - Produktion und Vertrieb durch picodent® Dental-Produktions- und Vertriebs-GmbH


Stand: 24.05.2018
Modellherstellung Lexikon

Sauberkeit

 

Alle Geräte, wie Becher, Rührspatel usw., müssen vor der Benutzung absolut sauber und trocken sein. Gipsreste können die Abbindezeit beeinflussen, Wasserreste das Mischungsverhältnis und damit die Eigenschaften des Gipses. Anhaftende Spülmittel sind gründlich abzuspülen. Die Anrührbecher sollten mindestens einmal täglich mit Gipslöser behandelt werden.

Mischungsverhältnis

 

Arbeiten Sie immer mit den von uns für die einzelnen Produkte angegebenen Mischungsverhältnissen für Wasser : Pulver, jede Veränderung beeinflusst die Eigenschaften des Gipses im Bereich Expansion, Härte, Oberfläche, Abbindeende. Wird das vorgegebene Mischungsverhältnis nicht eingehalten, kann es beim Anrühren vorkommen, dass der Gipsbrei entweder zu dünn oder zu dick ist. Ein Nachdosieren mit Wasser oder Pulver ist zu unterlassen, da es zu einem inhomogenen Kristallgefüge im Modell führt. Es sollte dann eine neue Mischung angesetzt werden. Bitte wiegen Sie immer, verwenden Sie kein Volumen-Meßsystem (z.B. 3 Schäufelchen Gips auf 1 Tasse Wasser). Es gibt im Bürofachhandel preiswerte Briefwaagen, die in 1 Gramm Schritten anzeigen (z.B. Wedo Digi 2000).

Anrührwasser

 

Die von uns angegebenen Daten für die Produkte beziehen sich immer auf das Anrühren mit destilliertem Wasser, wie es auch die EN-Norm vorschreibt. Nur dann lassen sich die gefundenen Werte auch reproduzieren. Leitungswasser kann durch unterschiedliche Sulfatgehalte die Abbindezeit verändern. Das Anmischwasser sollte eine Temperatur von ca. 23 °C haben. Verwenden Sie keine Abbindebeschleuniger oder Trimmerwasser. Diese haben u.a. eine erhöhte Expansion des Gipses zur Folge. Grundsätzlich wird das dosierte Anmischwasser zuerst in das Anrührgefäß gegeben.

Einstreuen

 

Das abgewogene Gipspulver wird innerhalb von 10 Sekunden in das vorgelegte Wasser eingestreut.

Sumpfzeit

 

Nach dem Einstreuen soll das Gipspulver die Möglichkeit bekommen, das Wasser aufzusaugen. Diesen Vorgang nennt man Sumpfen. Die Zeit dafür sollte mindestens 20 Sekunden betragen. Sofortiges Rühren kann zur Klumpenbildung führen und verlängert die Abbindezeit.

Vorspateln

 

Vor dem Rühren und nach dem Sumpfen wird das Material von Hand mit einem Spatel im Rührbecher kurz durchgespatelt. Dadurch wird das Ansaugen von trockenem Gipspulver vermieden.

Vakuumrühren

 

Das Anrühren der Gipse sollte immer unter Vakuum erfolgen. Nur dann ist gewährleistet, dass der Gipsbrei gleichmäßig unter Absaugung der Luftblasen gerührt wird. Dies führt zu einer homogenen Mischung mit glatter und fester Oberfläche am fertigen Modell. Die Rührzeit am Vakuumgerät sollte genau 30 Sekunden betragen. Eine Verlängerung verkürzt die Abbindezeit und damit auch die Verarbeitungszeit.

Verarbeitungszeit

 

Grundsätzlich umfasst die Verarbeitungszeit den Zeitraum unmittelbar nach dem Anmischen bis zum Beginn des Kristallisationsprozesses (Beginn der Abbindephase). In dieser Zeit wird der Gipsbrei in den Abdruck gefüllt und anmodelliert. Eine Verarbeitung über diesen Punkt hinaus stört die Kristallbildung und damit die Festigkeit des fertigen Modells. Das getrocknete Modell kann dann sogar auseinanderbrechen. Am Ende der Verarbeitungszeit ist die Fließfähigkeit herabgesetzt, die Abformung wird nicht mehr genau reproduziert.

Ausgießen

 

Ein Ausgießen des Abdrucks sollte grundsätzlich auf dem Rüttler erfolgen. Der Gipsbrei wird in kleinen Portionen in die Abformung gegeben. Dabei ist darauf zu achten, dass der Brei in den tiefen Stellen gut ausfließt und keine Luftblasen eingeschlossen werden. Zum Ende der Verarbeitungszeit bekommt der Gipsbrei eine gewisse Festigkeit. Nun kann das Modell entsprechend modelliert werden.

Beschneiden

 

Danach beginnt das Beschneiden. Beginnt man zu früh, bröckelt der Gips hinter dem Schnitt am Modell. Der optimale Zeitpunkt ist erreicht, wenn ein sauberer Schnitt möglich ist. Der Zeitraum zum Beschneiden beträgt etwa 2 Minuten.

Abbindeende

 

Das Abbindeende unserer Dentalgipse richtet sich nach der eingestellten Verarbeitungszeit. Das Abbindeende ist deshalb wichtig, weil sich danach der Zeitpunkt der Entformung richtet. Während des Abbindens sollte die Arbeit mit dem Zahnkranz nach unten liegen, damit auf der größeren "Einfüllseite" die Feuchtigkeit besser austreten kann. In dieser Phase darf das Modell nicht mehr manipuliert werden, um den Kristallisations-Prozess nicht zu stören.

Entformen

 

Eine Entformung des Gipsmodells aus dem Abdruck sollte nicht vor Ablauf von 60 Minuten nach Beginn des Mischens erfolgen. Erst dann ist sichergestellt, dass im Modell die notwendige Härte erreicht ist. Besteht die Abformmasse aus Alginat- oder Hydrokolloidmaterial, darf die Entformung auf keinen Fall später als oben beschrieben erfolgen. Ein längeres Verbleiben im Abdruck kann zu Oberflächenreaktionen am Gipsmodell führen. Zu frühes Entformen bedeutet nicht unbedingt ein Abbrechen der Stümpfe. Es werden aber Sollbruchstellen angelegt, die bei der weiteren Bearbeitung des Modells zu Brüchen führen können. Ein Entformen nach 20 Minuten, wie bei einem bekannten Modellsystem in der Verarbeitungsanleitung angegeben, halten wir für sehr problematisch. Insbesondere bei Dentalgipsen, deren Abbindeende über 10 Minuten liegt.


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